Meltingspot23 – wie alles began…

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Am 14. Mai 2018 endete die Bewerbungsfrist für die Kunst- und Kulturförderung der BASF. Um 23.57 Uhr verschickte Sven (Vorstand Peer23) online unsere Bewerbung. Dem voraus ging eine ca. 30 minütige Phase in der Sven und ich mal telefonierend, mal chattend versuchten den Bewerbungstext, der viel zu lang geraten, war zu kürzen. Ob man überhaupt noch begreifen würde, worum es ging? Der Text, den wir in tagelanger Arbeit ausgestaltet hatten, mussten wir nun bis zur Unkenntlichkeit kürzen um ihn auf die gewünschten Zeichen zu bringen. Noch in derselben Nacht sendete ich eine E- Mail an die zuständige Sachbearbeiterin. Ich schickte ihr den Text gleich dreimal, weil ich es nicht auf die Reihe bekam, die korrekte E-Mail Adresse in die Adresszeile zu hacken. „Jooa, dass klingt alles sehr professionell!“ war dann auch Burgis Kommentar zu unserem nächtlichen Adventure [Burgi gehört zum Peer23 Inventar und bedarf keiner näheren Vorstellung- Deal with it]. Vielleicht ist das sinnbildlich für unsere Crew: Verpeiltheit gepaart mit absoluter Hingabe…

Das Peer23 hatte bereits bei einem vorangegangenen Tor 4 Projekt mitgewirkt. Im Mai 2017 entstand in der Bayreuther Straße, ein Quartier für obdachlose Menschen in Ludwigshafen, ein Upcyclingcafe. Die Idee war, dass die Bewohner*innen der Bayreuther Straße sich aus den unzähligen wilden Sperrmüllhaufen des Quartiers Nützliches zusammenbauen. Mitglieder des Peers waren während der Öffnungszeiten des Upcyclingcafes vor Ort um bei der Umsetzung zu unterstützen. Es ergaben sich interessante Gespräche. Die Bewohner*innen zeigten uns wie sich künstlerisches mit einfachen Methoden realisieren lässt. Die Vorgehensweisen waren erstaunlich simpel und dennoch effektiv und überraschten mich sehr. Unsere anfänglichen Berührungsängste relativierten sich nach der Anfangsphase. Die Erlebnisse und das Umfeld in der Bayreuther Straße inspirieren mich bis heute zu Arbeiten, die ich dort aufhänge.

Als die BASF für die Förderung 2018 wieder ausschrieb, war uns sofort klar, dass wir dabei sein wollen. Intern mussten wir allerdings noch Themen ausdiskutieren. Sollten wir überhaupt Gelder von der BASF annehmen? Das Peer23 war bisher unabhängig von externen Geldern, hat alle Fixkosten stets aus eigenen Kräften bestritten. Dies hat im Verein Tradition. Allerdings war’s auch der Grund, weswegen wir schwer Ressourcen für kreative Aktionen erschließen konnten…

Es fanden sich einige Mitglieder, die Lust hatten ein künstlerisches Projekt zu realisieren. Zunächst hofften wir, dass wir einfach das Peer23 als Verein fördern lassen könnten. Bei dem Vorabgespräch zur Bewerbung mit der BASF zerschlug sich dieser Gedanke, da die Förderung Projektgebunden ist, wir also ein Projekt völlig neu entwickeln mussten… Fabian (Vorstand Peer23) hatte die Idee, aus Glassplittern, die am Neckar rumliegen eine Mosaikdusche ins Peer zu bauen…Der Rest kam schnell dazu: Wir bewarben uns mit dem Projekt Meltingspot23.Welches beinhaltete Upcycling-Wochenenden am Peer anzubieten, gemeinsam Müll zu sammeln und diesen weiter zu entwickeln. Neben dem aktiven Part soll es auch theoretischen Input zu umweltrelevanten Themen geben.

To be continued…

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